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Leitung einer Firma – Worauf kommt es an?

Allgemein

Wer eine Firma leiten möchte, sollte möglichst ein Teamplayer seiner Mitarbeiter sein, über ein gewisses Einfühlungsvermögen und über Teamfähigkeit verfügen. Die Entscheidungen, die man als Leiter einer Firma treffen muss, sind so komplex, dass sie kaum noch überschaubar sind.

Probleme eines Firmenleiters

Der Firmenleiter muss sich mit Problemen auf der sachlichen Ebene befassen. Hierzu gehören rechtliche Konsequenzen im Zusammenhang mit der neuen Produkthaftung oder die Entwicklung von Technologien, die sich wechselseitig beeinflussen. Weiterhin hat die Firmenleitung mit ständig wechselnden Verbrauchergewohnheiten zu tun. Die meisten Aufgaben eines Firmenleiters sind auf der Beziehungsebene angesiedelt. Beziehungen sind das Steuerelement der Firma. Führungskräfte müssen lernen, mit Situationen zurechtzukommen, in denen sie nicht nur befehlen können. Die Firmenleitung hat eine auslotende, moderierende, improvisierende, probierende und vermittelnde Funktion. Der Leiter einer Firma ist in seinen fachlichen Fähigkeiten weniger Spezialist, sondern eher Generalist. Die Arbeit eines Firmenleiters besteht zu etwa 80% aus kommunikativen Prozessen.

Aufgaben der Firmenleitung

Zu den wichtigsten Aufgaben zählen sach- und personenbezogene Entscheidungen: z. B. müssen lohnende Ziele erkannt, definiert und durchgesetzt werden. Weiterhin sind Entscheidungen zu treffen, die Mitarbeiter zu informieren und zu motivieren, Aufgaben zu delegieren und zu koordinieren. Ferner sind die Arbeitsprozesse zu kontrollieren und das Unternehmen in der Öffentlichkeit zu repräsentieren. Hierzu kann auch eine Unternehmensberatung hinzugezogen werden, die durch einen neutralen Blick von außen, viele dieser Prozesse optimieren kann. Beratungen finden unter anderem in den Bereichen Marketing, Organisation und Personalentwicklung , EDV sowie bei produktionstechnischen Abläufen statt.

Zudem sollte man als Firmenleitung über folgende Kompetenzen verfügen:
a) Leitungskompetenz: Sie ist die Fähigkeit, in der Unternehmensführung komplexe Zusammenhänge zu verstehen, Visionen zu entwickeln, dynamische Prozesse nachvollziehen zu können und daraus für unternehmerisches Handeln Konsequenzen abzuleiten.
b) Führungskompetenz: Dies ist die Fähigkeit, Menschen zu führen, mit ihnen umzugehen. Zur sozialen Kompetenz gehört auch die Fähigkeit, in akuten Konflikt- und Krisensituationen handlungsfähig zu bleiben. Dazu gehört auch die Fähigkeit zuzuhören und auf Menschen einzugehen. c) Prozess-Kompetenz: Dies ist die Fähigkeit, Informationsprozesse, Entscheidungsvorgänge und Arbeitsschritte sorgfältig auf das Aufnahme- und Lernvermögen von Menschen und Gruppen abzustimmen.
d) Persönlichkeit: Sie ist offen, ehrlich und glaubhaft, wird akzeptiert, vertraut sich selbst und begegnet Konflikten mit Zivilcourage.

Führungstechniken

Zu den bekanntesten Führungstechniken zählen:
– Führen durch Zielvereinbarungen (Management by Objectives),
– Führen durch Delegation von Aufgaben (Management by Delegation) und das
– Führungshandeln nur im Ausnahmefall (Management by Exception).

Die verschiedenen Führungsstile: Beim autoritären Führungsstil hat nur der Vorgesetzte das Sagen. Er hat als einziger den Überblick über Ziele und Aufgaben. Er gibt die Arbeitsziele vor, teilt die Aufgaben und Tätigkeiten den Mitarbeitern zu und bewertet die Arbeitsleistung der Mitarbeiter aufgrund eigener Maßstäbe. Unterformen des autoritären Führungsstils sind der despotische-, der patriarchalische- und der pädagogische Führungsstil. Beim demokratischen Führungsstil hat der Vorgesetzte geliehene Macht, die er so lange behält, wie er den Mitarbeitern sein Verhalten einsehbar begründen kann. Die Mitarbeiter werden mehr oder weniger stark in die Entscheidungsprozesse einbezogen. Unterformen des demokratischen Führungsstils sind der partizipative-, der partnerschaftliche Führungsstil sowie selbststeuernde Arbeitsgruppen. In der Praxis gibt es allerdings kaum einen Vorgesetzten, der nur einen Führungsstil in reiner Form immer und überall in Führungsverhalten umsetzt. Die äußeren Umstände im Unternehmen machen eine relativ flexible Führung mit vielen Variationen nötig. Partizipative und partnerschaftliche Führungsstile werden unter dem Oberbegriff kooperative Führung als bestmöglicher Kompromiss und damit als geeignetste Form der Führung angesehen. Führungskräfte sollten sich und ihre Mitarbeiter nicht als „Einzelkämpfer“ verstehen, sondern als Teile von Arbeitsgruppen oder Teams. Führungskräfte müssen die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter richtig erkennen, ihre Motivation fördern und ihnen so viel Eigenverantwortung wie möglich übertragen. Die Mitarbeiter sind in der Regel die eigentlichen Fachleute mit dem nötigen Spezialwissen.

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2 Responses

  • Dr. Franz Reich says:

    Eine gute Ergänzung zu dem Punkt Führungsstile bietet auch das Dimensionsmodell der Mitarbeiterführung – angelehnt an die 2 Dimensionen Aufgaben- und Mitarbeiterorientierung, erweitert um die wichtige Dimension der Mitwirkungsorientierung. Hier finden Sie eine kompakte und praxisrelevante Beschreibung:

  • Dr. Franz Reich says:

    Sorry, hier noch die Adresse des Links „Führen und motivieren: Drei wichtige Dimensionen“:
    ipt-bamberg.de/images/stories/ipt/downloads/fuehren-und-motivieren-drei-wichtige-dimensionen.pdf



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